"Manchmal rettet Liebe nicht, sondern macht alles nur noch schlimmer"

Interview mit Regisseur Sebastian Ko

TATORT: KARTENHAUS: Regisseur Sebastian Ko und Kameramann Kay Gauditz bei den Dreharbeiten.
Regisseur Sebastian Ko und Kameramann Kay Gauditz bei den Dreharbeiten. | Bild: WDR/Martin Menke

Ein bewaffnetes Liebespaar auf der Flucht vor der Polizei: Die Geschichte von Laura und Adrian erinnert an "Bonnie und Clyde". Wie fügen sich die Kommissare Ballauf und Schenk in die Story ein?

An einer Stelle sagt Freddy Schenk: "Im Moment hetzen wir ihm nur hinterher und sammeln die Leichen ein" – das beschreibt eigentlich ganz gut den Druck, unter dem die beiden Kommissare stehen. Doch um zu wissen, wohin das Pärchen flüchtet, müssen sie herausfinden, was Adrian und Laura antreibt. Warum gibt sich ein reiches Mädchen aus der teuersten Kölner Villengegend mit einem armen Jungen aus der Hochhaussiedlung ab? Warum tötet der Junge scheinbar grundlos den Stiefvater der Freundin, obwohl dieser ihn sogar mochte? In diesem Sinne ist "Kartenhaus" dann auch kein klassischer 'Whodunit?', also kein Krimi, in dem wir miträtseln, wer der Mörder ist, sondern ein 'Whydunit?', in dem wir mit Ballauf und Schenk herausfinden müssen, wie es zu dem Mord kommen konnte.

Sie arbeiten auch als Filmjournalist: Welche Headline würde Ihre Filmkritik zu "Kartenhaus" tragen?

"Manchmal rettet Liebe nicht, sondern macht alles nur noch schlimmer."

Wollten Sie bewusst einen "etwas anderen Tatort" aus Köln drehen?

'Bewusst etwas anders' in Bezug auf welchen Kölner Tatort? Dank der kreativen Freiheit, die einem glücklicherweise gelassen wird, trägt jeder Kölner "Tatort" die Handschrift seines Regisseurs, wie ich finde – da würde ich mich eher einschließen als ausschließen wollen.

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