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Pfarrer Braun: Heiliger Birnbaum

PlayMangels Taxi nimmt Pfarrer Braun (Ottfried Fischer) Malte Lehmkuhls (Martin Feifel) nostalgische Kutsche.
Pfarrer Braun: Heiliger Birnbaum | Video verfügbar bis 18.01.2021 | Bild: ARD Degeto / Reiner Bajo

Spielfilm Deutschland 2008

Bischof Hemmelrath ist in heiliger Aufregung: Seine ersehnte Ernennung zum Kardinal steht kurz bevor. Damit nur ja keine Klagen entstehen, versetzt Monsignore Mühlich den kriminalisierenden Pfarrer Braun nach Ribbeck ins Havelland. Seit 100 Jahren gab es hier kein Verbrechen mehr. Außerdem ist in der protestantischen Hochburg echte Missionsarbeit gefragt.

Es gibt hier keine Katholiken, keine katholische Kirche und folglich auch kein Pfarrhaus. Braun und seine Haushälterin Margot Roßhauptner beziehen ihr Quartier im "Gasthof zum Birnbaum" bei der schwangeren Wirtin Eva Lehmkuhl. Evas Mann Malte, der Bruder des Gemeindepfarrers, veranstaltet historische Kutschfahrten für Theodor-Fontane-Liebhaber. Lokale Attraktion ist die evangelische Kirche mit einer ausgesprochen weltlichen "Reliquie": Überreste jenes Birnbaums, der durch Fontanes Gedicht "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" berühmt wurde, locken Touristen aus aller Welt an.

Als Braun auf der Flucht vor einem Unwetter die Kirche betritt, bricht vor seinen Augen der protestantische Pastor Lehmkuhl während der Predigt tot zusammen. Eines der Birnenstückchen, die zum Abendmahl anstelle der Hostie gereicht wurden, war offenbar vergiftet. Als am nächsten Tag auch der Fontane-Baum verschwunden ist, fällt der Verdacht auf William Fontaine: Gegen den Willen des Pastors wollte der Hotelier den Baumstumpf in seinem "Schlosshotel Fontaine" als Touristenmagnet aufstellen. Auch der zwielichtige Apotheker Dr. Wendriner, der den Baum klonen wollte, hat ein Motiv. Kommissar Geiger ist jedoch überzeugt, dass Lehmkuhls Mutter ihren Sohn aus ödipalen Motiven umbrachte. Als auch die Mutter tot aufgefunden wird, erscheint diese Hypothese zweifelhaft.

Braun nimmt erst einmal eine ordentliche Prise Schnupftabak und zerbricht sich die Birne. Allmählich kommt er einem ausgesprochen protestantischen Verbrechen auf die Spur, an dem sogar Martin Luther nicht ganz unschuldig ist. 

"Heiliger Birnbaum": Nach dem Mord an einem evangelischen Pastor im Havelland vermutet Kommissar Geiger ödipale Motive. Da muss Pfarrer Braun erst einmal für Klarheit sorgen. In der Rolle des bibelfesten Hobbyermittlers entfacht der populäre Kabarettist und Schauspieler Ottfried Fischer einmal mehr ein Feuerwerk komisch-passender Sinnsprüche: "Ich denke, also birn ich". In den weiteren Rollen sind die bewährten Darsteller Hansi Jochmann als erstes Stalking-Opfer von Ribbeck, Hans-Michael Rehberg als leidgeprüfter Bischof, Peter Heinrich Brix als begriffsstutziger Kommissar Geiger und Gilbert von Sohlern als Monsignore Mühlich zu sehen. Auch die Episodenrollen sind prominent besetzt mit Martin Feifel, Michael Brandner, Wilfried Hochholdinger, Ingeborg Krabbe und Anna Böttcher. Wolfgang F. Henschel inszenierte am Originalschauplatz im havelländischen Ribbeck.

Besetzung und Stab

Rolle Darsteller
Pfarrer Braun Ottfried Fischer
Margot Roßhauptner Hansi Jochmann
Armin Knopp Antonio Wannek
Kommissar Geiger Peter Heinrich Brix
Bischof Hemmelrath Hans-Michael Rehberg
Priester Mühlich Gilbert von Sohlern
Malte Lehmkuhl Martin Feifel
Thomas Lehmkuhl Michael Brandner
Eva Lehmkuhl Anna Böttcher
Lukas Lehmkuhl Patrick Mölleken
Muttchen Bollmann Ingeborg Krabbe
William Fontaine Wilfried Hochholdinger
Dr. Wendriner Hans Peter Korff
Klaus Pausewang Hans-Jürgen Schatz
Italienische Nonne Dani Ela Colantuono
italienische Nonne Dani Ela Colantuono
Musik: Martin Böttcher
Kamera: Randolf Scherraus
Buch: Cornelia Willinger
Stephan Reichenberger
Regie: Wolfgang F. Henschel

Erstausstrahlung: 10.04.2008

Sendetermin

Sa., 18.07.20 | 13:00 Uhr
Das Erste

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