Gespräch mit Richy Müller

Fremde, die zu dem fast leerstehenden Mietshaus kommen, haben normalerweise nichts Gutes zu bedeuten. Entsprechend vorsichtig schaut Willi (Richy Müller) nach, wer sich da nähert.
Fremde, die zu dem fast leerstehenden Mietshaus kommen, haben normalerweise nichts Gutes zu bedeuten. Entsprechend vorsichtig schaut Willi nach, wer sich da nähert. | Bild: SWR / Alexander Kluge

Was macht für Sie den Reiz an "Schöne heile Welt" aus?

Dem Charakter Wille eine Form zu geben und Leben einzuhauchen, da es sich ja doch mehr um ein Märchen handelt als um die Realität.

Und an der im Grundsatz unsympathischen und dann doch auch wieder anrühenden Figur Willi?

Sie nicht zu denunzieren sondern sie für den Zuschauer begreiflich zu machen und somit ein gewisses Verständnis für Willi zu erreichen.

Willi hat, bei all seiner Grantigkeit, eine Schlawiner-Seite in der Art, wie er die Regeln des Sozialsystems ausdehnt. Denkt er, dass das System ihm etwas schuldet? Was wäre Ihre Haltung so jemandem gegenüber in der Realität?

Ich glaube, Willi ist so etwas wie eine Symbolfigur für die vielen Unstimmigkeiten und Unsinnigkeiten, die bei uns existieren. Und so lange keiner wirklich zu Schaden kommt und nichts Böses passiert empfindet man doch eher Sympathie.

Ihr Gegenüber im Film wurde von N’Tarila Kouka gespielt, der zum einen nicht so viel Erfahrung hat und ja tatsächlich auch kaum deutsch spricht. Wie lief das denn beim Dreh?

N’Tarila sprach und spricht überhaupt kein deutsch. Nichts zu verstehen zu spielen in diesem Alter ist nur überzeugend wenn man nichts versteht. Das macht ihn ja auch so entzückend.

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