Statements der Darsteller

Christiane (Katharina Wackernagel) hat Sabine (Veronica Ferres) zu dem Gedenkort für die verschwundenen Studenten aus Iguala gebracht. Sie ist überzeugt davon, dass Waffen von HSW gegen die Studenten im Einsatz waren.
Christiane hat Sabine zu dem Gedenkort für die verschwundenen Studenten aus Iguala gebracht. Sie ist überzeugt davon, dass Waffen von HSW gegen die Studenten im Einsatz waren. | Bild: SWR / Nurivan Mendoza Memije

Statements der Darsteller

Sabine (Veronica Ferres) ist unglücklich mit ihrem Leben und sucht Ablenkung davon im Alkohol.
Sabine ist unglücklich mit ihrem Leben und sucht Ablenkung davon im Alkohol. | Bild: SWR/Diwa Film / Jürgen Olczyk

Veronica Ferres als Sabine Stengele

»Daniel Harrich mit seinem unglaublichen Wissen zuzuhören, ist gleichermaßen faszinierend wie erschreckend. Ihn zeichnet Liebe zum Detail aus und Mut, Geschichten zu erzählen, die noch niemand in dieser Form erzählt hat. Meine Figur im Film zeigt, was geschehen muss, dass aus einer Mitläuferin und Dulderin eine Kämpferin wird. Sie verliert alles, was sie hat, wird wach und lernt endlich, sich zu befreien.«

Menschenrechtsanwältin Christiane Schuhmann (Katharina Wackernagel) beobachtet den Landgerichtsprozess gegen die Waffenschmiede HSW.
Menschenrechtsanwältin Christiane Schuhmann beobachtet den Landgerichtsprozess gegen die Waffenschmiede HSW. | Bild: SWR/Diwa Film / Jürgen Olczyk

Katharina Wackernagel als Christiane Schuhmann

»Ich wusste nichts über den Prozess gegen Heckler & Koch zu dem Zeitpunkt, als mir die Rolle der Christiane Schuhmann angeboten wurde. Natürlich habe ich sofort begonnen zu recherchieren. Die Menschenrechtsanwältin Christiane Schuhmann ist eine frei erfundene Figur und lehnt sich an insgesamt drei Menschen an, die ich bei den Dreharbeiten kennengelernt habe. Mich mit der Agenda dieser Figur auseinanderzusetzen, fand ich sehr spannend, und der politische Hintergrund war für mich der Impuls, weshalb ich die Rolle zugesagt habe.«

Alex Stengele (Heiner Lauterbach) ist nicht sicher, ob er sich wirklich an die Firmenlinie halten soll, auf die sein Anwalt Uwe Leitner (André Hennicke) ihn einschwören will. Er plant ein Geständnis abzugeben, um seine Ehe zu retten.
Alex Stengele ist nicht sicher, ob er sich wirklich an die Firmenlinie halten soll, auf die sein Anwalt Uwe Leitner ihn einschwören will. Er plant ein Geständnis abzugeben, um seine Ehe zu retten. | Bild: SWR/Diwa Film / Jürgen Olczyk

Heiner Lauterbach als Alex Stengele

»Ich habe in allen Filmen von Daniel Harrich mitgespielt. Und da liegt auch schon das Besondere an ihm. Er ist wahnsinnig treu. Nicht nur, was mich betrifft. Und das finde ich gleichermaßen gut wie selten. Durch meine Figur, die ich im zweiten Teil von ‚Meister des Todes‘ spiele, kann der Zuschauer den Sinneswandel für sich interpretieren und hoffentlich positive Schlüsse ziehen.«

HSW Vorstand Zöblin (Axel Milberg) will vor Gericht nichts davon gewusst haben, dass seine Firma unrechtmäßig exportiert hat und zeigt tiefe Reue für die Vergehen seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen …
HSW Vorstand Zöblin will vor Gericht nichts davon gewusst haben, dass seine Firma unrechtmäßig exportiert hat und zeigt tiefe Reue für die Vergehen seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen … | Bild: SWR/Diwa Film / Jürgen Olczyk

Axel Milberg als Heinz Zöblin

»Waffenhersteller nutzen Tricks, um das deutsche Kriegswaffenexportkontrollgesetz zu umgehen. ‚Meister des Todes 2‘ knüpft an die Handlung an, die wir mit dem ersten Film etabliert haben. Jetzt geht es darum, ob Konsequenzen gezogen werden, es kommt zu einem Strafprozess. Ich spiele den mitangeklagten Geschäftsführer des fiktiven Waffenherstellers HSW, zuständig für Behördenkontakte und Regierungsbeziehungen, Leitender Oberstaatsanwalt a. D. übrigens. Wie taktiert er, wie versucht er, sich aus dem Prozess zu winden? Eine zwiespältige Figur, deren Darstellung aber wichtig ist, um die Relevanz des Themas auf Ebene des fiktionalen Fernsehfilms zu verdeutlichen.«

Die Richterin (Désiree Nosbusch) will keinesfalls zulassen, dass der Prozess ein politischer wird.
Die Richterin will keinesfalls zulassen, dass der Prozess ein politischer wird. | Bild: SWR/Diwa Film / Jürgen Olczyk

Désirée Nosbusch als Dr. Johanna Wetzel

»Für jemanden wie mich, der Waffen und Gewalt konsequent ablehnt, kann das Thema, das der Film anspricht, nie genug Beachtung bekommen. Gerade die Aufklärung durch die Justiz ist dabei wichtig – und damit auch, wie ein Strafverfahren geleitet wird – vor allem: Hat das Gericht alles getan, um Licht in das Dunkel zu bringen? Ich empfinde es deswegen als eine große Verantwortung, meiner Figur der Vorsitzenden Richterin Leben einhauchen zu dürfen.«

Miguel (Kristyan Ferrer) ist nach Deutschland gekommen, um als Nebenkläger im Prozess gegen HSW aufzutreten. Als das nicht zugelassen wird, drückt er seinen Protest mit einem Foto seines mit deutschen Importwaffen schwer verletzten Bruders aus.
Miguel ist nach Deutschland gekommen, um als Nebenkläger im Prozess gegen HSW aufzutreten. Als das nicht zugelassen wird, drückt er seinen Protest mit einem Foto seines mit deutschen Importwaffen schwer verletzten Bruders aus. | Bild: SWR/Diwa Film / Jürgen Olczyk

Kristyan Ferrer als Miguel Hernández

»Wenn ich mich frage, wie es war bei diesem Film mitzuarbeiten, habe ich sehr zwiespältige Gefühle – einerseits war ich glücklich, mit dabei zu sein, andererseits eröffnet gerade dieser Film einen neuen Interpretationsrahmen zu einem für Mexiko sehr heiklen Thema. Mexiko ist unglücklicherweise und auch paradoxerweise ein Land, das groß ist im Erzählen von Geschichten. Und zu den Zielen des Fernsehens gehört es auch, Themen offen auf den Tisch zu legen und, wenn es glückt, einen Dialog auszulösen. Ich selbst komme nicht aus dem Umkreis der Ayotzinapa, ich bin zwar Mexikaner, aber meine Aufgabe als Schauspieler bleibt doch rein technischer Art. Als Staatsbürger jedoch interessiert mich der Dialog und wo ist er zugänglicher als im Fernsehen? Schließlich gibt die Fiktion nicht vor, zur vollen Wahrheit – was immer das sein mag – durchzudringen, sondern sie will mit dieser Deutung der Tatsachen eine Debatte anregen.«

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