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Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden

Georg (Lars Eidinger) und Grete (Peri Baumeister) können ihre Leidenschaft füreinander nicht in Zaum halten.
Georg und Grete sind Geschwister und doch können sie ihre Leidenschaft füreinander nicht in Zaum halten. | Bild: ARD Degeto

Spielfilm Deutschland/Österreich 2011

Österreich, 1908. Georg Trakl lebt als Sohn einer großbürgerlichen Familie in Salzburg. Er absolvierte eine Ausbildung zum Apotheker, aber seine wahre Leidenschaft gehört der Poesie: Er träumt von Erfolgen als Dichter. Große Zuneigung hegt der junge Mann zu seiner jüngeren Schwester Grete. Seit frühester Kindheit ist diese für ihn eine Muse, während sie ihn in heimlicher Liebe verehrt.

Mit dem Beginn seines Pharmaziestudiums in Wien ist der von Schuldgefühlen geplagte Georg bereit, diese zu weit gehende Symbiose zu lösen. Doch Grete setzt alles daran, ihm nach Wien zu folgen. Durch ihr außerordentliches Talent schafft sie als eine der ersten Frauen die Aufnahme am renommierten Wiener Konservatorium. Sie sieht das Studium in der Meisterklasse von Professor Albert Brückner aber vor allem als Mittel, um weiterhin Georg nahe sein zu können. Dabei hofft sie, in der großen Stadt endlich ihre Liebe freier ausleben zu können.

Aus der platonischen Intimität wird nun eine körperliche Beziehung. Von seiner Muse inspiriert, feiert Georg erste Erfolge als Poet: Das Publikum schätzt seine Gedichte und er genießt das gesellschaftliche Ansehen. Doch die Beziehung der Geschwister leidet immer stärker unter Gretes besitzergreifender Zuneigung und Georgs moralischem Empfinden.

Mit Drogen versucht er, sich von dem Druck zu lösen und vernebelt dadurch zunehmend seinen Geist. Sein Studienkamerad Ludwig Schubeck versucht, diesem selbstzerstörerischen Treiben Einhalt zu gebieten. Um das Dilemma zu lösen, drängt Georg seine Schwester schließlich zu einer Ehe mit dem viel älteren Professor Brückner. Doch so einfach kommen die Geschwister nicht voneinander los.

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Der jung verstorbene Dichter Georg Trakl (1887-1914) zählt heute zu den wichtigen Vertretern des poetischen Expressionismus. In "Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden" zeichnet Regisseur Christoph Stark das Porträt eines ebenso genialen wie gequälten Geistes, der an gesellschaftlichen Zwängen seiner Zeit zerbricht. Zugleich erzählt das Drama die Geschichte einer unbändigen und zerstörerischen Liebe. Hauptdarsteller Lars Eidinger wurde für seine intensive Leistung mit dem Preis der deutschen Filmkritik geehrt. Nicht weniger beeindruckend gibt Peri Baumeister Trakls eigenwillige Schwester Grete.

Besetzung und Stab

Rolle Darsteller
Georg Trakl Lars Eidinger
Grete Trakl Peri Baumeister
Albert Brückner Rainer Bock
Mutter Trakl Petra Morzé
Ludwig Schubeck Rafael Stachowiak
Oskar Kokoschka Jules Werner
Alma Mahler Anne Metzler
Fanny Katharina Strasser
Apotheker Patrick Hastert
Agnes Susi Stach
Frau Gassner Christiane Rausch
Georgs Wirtin Vera Borek
Musik: Jeannot Sanavia
Kamera: Bogumil Godfrejow
Buch: Ursula Mauder
Regie: Christoph Stark
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