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Der Überläufer

1944, im letzten Kriegssommer, macht sich der Wehrmachtsoldat Walter Proska aus Lyck in Masuren auf den Weg vom Heimaturlaub zurück an die Ostfront. Im Zug begegnet er der jungen Polin Wanda, die im Waggon eine Bombe deponiert. Proska kann die Sprengladung beseitigen, doch wenig später fährt der Zug auf eine von Partisanen gelegte Mine und explodiert. | Bild: NDR / Dreamtool Entertainment

1944, im letzten Kriegssommer, macht sich der Wehrmachtsoldat Walter Proska aus Lyck in Masuren auf den Weg vom Heimaturlaub zurück an die Ostfront. Im Zug begegnet er der jungen Polin Wanda, die im Waggon eine Bombe deponiert. Proska kann die Sprengladung beseitigen, doch wenig später fährt der Zug auf eine von Partisanen gelegte Mine und explodiert.

Proska überlebt, befreit sich aus den Trümmern und wird von einem Trupp deutscher Soldaten aufgegriffen. Er wird ihrer kleinen Einheit zugeteilt, die in den Sümpfen von Rokitno die Bahnstrecke überwachen soll und sich in einer Waldfestung verschanzt hat. Ein verlorener Posten.

Allein auf Patrouille, begegnet Proska der Partisanin Wanda wieder. Sie geben sich in den Wirren des Krieges für einen kurzen Augenblick ihren leidenschaftlichen Gefühlen hin und verlieben sich ineinander.

Als die Partisanen das Lager stürmen und die Deutschen abführen, schenkt Wanda ihrem Geliebten die Freiheit.

Proska gerät in russische Gefangenschaft. Eine schwere Fußverletzung macht es ihm unmöglich, im Tross weiterzumarschieren. Da entdeckt ihn sein Freund Wolfgang Kürschner unter den Gefangenen. Der trägt inzwischen die Uniform der Roten Armee, sofort lässt er seinen Kameraden ins Lazarett bringen.

Als Proska wieder auf den Beinen ist, stellt man ihn vor die Wahl: ebenfalls zu desertieren oder in Gefangenschaft zu sterben. In vorderster Linie überredet er Wehrmachtsoldaten über Lautsprecheransagen, sich zu ergeben.

Kürschner und Proska geraten in eine Schießerei auf dem Hof von Walters Familie.

Proska schießt zurück und trifft seinen Schwager tödlich. Ohnmächtig sieht er mit an, wie seine Schwester Maria verschleppt wird. Der Krieg geht zu Ende.

Proska arbeitet in der sowjetischen Kommandantur in Berlin, wo er Passierscheine ausstellt. Dort lernt er Hildegard Roth kennen. Sie ist Sekretärin in der Ost-Berliner Verwaltung und flirtet offen und fröhlich mit dem verschlossenen Mann.

Ernst Menzel arbeitet daran, eine Zentralverwaltung einzuführen, die 'faulen Äpfel', Junker und Industrielle, aussortieren. Er gibt Walter Proska den Rat, sich vielleicht ein bisschen weniger an der Realität und eher an der Zielvorgabe orientieren.