Interview mit Susanne Holst

»Der Zuschauer wird überrascht sein und mit Themen konfrontiert, die er nie in Frage gestellt oder hinterfragt hat. Das machen wir jetzt für ihn.«

Susanne Holst
Für Susanne Holst steht der Mensch im Mittelpunkt, natürlich auch bei "Wissen vor acht – Mensch".

In der bekannten Reihe "Wissen vor acht" gehen Sie ab dem 6. Mai mit der neuen Rubrik "Mensch" auf Sendung. Was erwartet den Zuschauer?

Susanne Holst: Den Zuschauer erwarten spannende Erkenntnisse, die man im Alltag zuerst vielleicht gar nicht so wahrnimmt. Es geht um ganz verschiedene interessante Themen, die in 150 Sekunden präsentiert werden. Das passiert auf sehr spielerische Art und Weise mit kleinen Aha-Erlebnissen und Denkanstößen, die man manchmal im Alltag gut gebrauchen kann.

Susanne Holst
Warum fiebern wir beim Fernsehen mit? Die Antwort gibt's am 06. Mai.

Welche Themen werden in der Rubrik "Mensch" behandelt?

Wir haben beispielsweise zum Thema "Ist Rotwein eigentlich tatsächlich gesund?", gedreht. Wir haben uns mit der Zeitumstellung beschäftigt und gefragt, ob diese für Menschen gesundheitsschädlich ist. Oder auch das Thema "Ehebett": Hier stellt sich die Frage, ob es vielleicht gesünder ist, alleine oder doch lieber zu zweit im Bett zu schlafen.

Macht dieses breite Themenspektrum für Sie den Reiz aus, diese Rubrik zu moderieren?

Ja, weil der Mensch einfach immer im Mittelpunkt steht. Das ist für mich als Medizinjournalistin und Moderatorin das Wichtigste. Es macht mir viel Spaß, in kurzer Zeit sehr kompakt Dinge zu vermitteln, die einfach interessant sind und über die man sich vielleicht sonst noch gar keine Gedanken gemacht hat. Das ist eine große Herausforderung.

Das Set zu "Wissen vor acht – Mensch"
Gedreht wird in einem lichtdurchfluteten Wohnatelier.

Wie schafft man es, diese komplexen Fragen in 150 Sekunden zu erklären?

150 Sekunden sind tatsächlich nicht viel und ich bin beeindruckt, wie unser Team das filmisch umsetzt. Jede Szene wird drei bis vier Mal aufgenommen, sodass es bildlich noch ein bisschen komprimierter wird und dann arbeiten wir natürlich sehr stark an den Texten und versuchen, die Themen so gut es geht auf den Punkt zu bringen. Das Wichtigste aber sind sicherlich die Grafiken, die die Sachverhalte veranschaulichen und begleiten.

Ist es für die Zuschauer besonders interessant, Fragen beantwortet zu bekommen, die sich jeder wahrscheinlich schon einmal gestellt hat?

Der Zuschauer wird überrascht sein und mit Themen konfrontiert, die er nie in Frage gestellt oder hinterfragt hat. Das machen wir jetzt für ihn.

Sie haben selbst einige Bücher geschrieben und sind als Medizinjournalistin unterwegs. Macht es Spaß sich mit Alltagsthemen zu beschäftigen anstelle von Fragestellungen aus dem Fachbereich?

Für mich ist immer wichtig gewesen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und dass ich mich mit medizinischen Dingen auseinandersetze, die Menschen betreffen. Mir lag der Bereich Prävention, also Krankheiten vorzubeugen, schon immer sehr am Herzen. Deshalb fühle ich mich als Moderatorin dieser neuen Rubrik bei "Wissen vor acht" ganz besonders wohl. Und natürlich ist es ein Geschenk, zu einer so tollen Sendezeit einen kleinen Beitrag zu leisten – ein bisschen zur Gesundheit beizutragen, zu mehr Achtsamkeit und genauerem Hinschauen.

Das Set zu "Wissen vor acht – Mensch"
Wenn gerade nicht gedreht wird, ist das Atelier bewohnt.

In welcher Location wird gedreht? Wie kann man diese beschreiben?

Es wird in einem Wohnatelier  gedreht, ein lichtdurchflutetes Backsteingebäude mit Holzböden, einer großen Küche und sehr viel Lebensraum. Das Wohnatelier wird sonst auch bewohnt und wir haben dieses Motiv für die Dreharbeiten gemietet. Neben Küche, Kinderzimmer, Schlafzimmer und Wohnzimmer mit Kamin gibt es genügend Platz, um Sachen aufzubauen. Das Set ist wie eine Wundertüte: Man findet ganz viele schöne Motive da drin.

Normalerweise kennt man Sie aus der "Tagesschau" oder aus Gesundheitsmagazinen, ist die Moderation der Rubrik "Mensch" eine neue Herausforderung?

Es ist für mich wirklich großes Kino. Wir arbeiten mit einer echten Klappe, wir wiederholen die Gänge, ein bisschen schauspielern muss ich auch. Dazu kommt ein großes Team, das fast wie eine Familie ist. Im Nachrichtenstudio sind wir ja nur zu zweit. Diese Arbeit am Set ist etwas, was ich in dem Umfang bisher noch nicht gemacht habe. Macht riesig Spaß.