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Betrugsläden im Internet: Abzocke beim Weihnachtsgeschenke-Einkauf

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Betrugsläden im Internet: Abzocke beim Weihnachtsgeschenke-Einkauf | Video verfügbar bis 06.12.2018 | Bild: dpa

Immer öfter fallen Verbraucher beim Einkaufen im Internet auf betrügerische Verkaufsportale herein, sogenannte Fake Shops. Diese ködern Kunden zum Beispiel mit besonders günstigen Markenartikeln wie Tablets, Schuhen oder Küchenprodukten. Die Kunden bestellen die Waren online und zahlen im Voraus – die Produkte werden dann aber nicht geliefert. Viele Fake Shops sind so professionell gestaltet, dass man sie kaum von echten Online-Shops unterscheiden kann.

Vorsicht bei sehr günstigen Preisen

Erstes Warnsignal für den Verbraucher sollte der scheinbar günstige Preis sein. Oft ist das Impressum von Fake Shops nicht vorhanden oder unvollständig. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) können ebenfalls fehlen oder von anderen Seiten kopiert sein. Außerdem enthalten die Internetseiten von Fake Shops häufig viele Rechtschreibfehler.

Am besten auf Rechnung zahlen

Kunden sollten Nutzerbewertungen auf den Internetseiten von Online-Shops nicht ohne Weiteres vertrauen, denn sie können gefälscht sein. Auch Internetadressen, die mit "https" statt "http" beginnen, sind kein Sicherheitsmerkmal. Die Abkürzung "https" bedeutet lediglich, dass es sich um eine verschlüsselte Verbindung handelt. Wenn man Zweifel hat, ob der Anbieter seriös ist, sollte man die Ware nicht kaufen. Der beste Schutz vor Betrug ist noch immer die Zahlung auf Rechnung.

Gütesiegel überprüfen

Verwendet der Portalbetreiber ein Gütesiegel, sollte man es auf der Internetseite des Siegelanbieters überprüfen. Das Landeskriminalamt Niedersachsen stuft folgende Gütesiegel als vertrauenswürdig ein:

Fake Shops bei Amazon Marketplace

Um Kunden abzuzocken, nutzen Betrüger immer häufiger auch Online-Plattformen wie Amazon Marketplace. Bei Kaufinteresse werden Käufer gebeten, den Verkäufer außerhalb der Amazon-Kontaktmöglichkeit per E-Mail anzuschreiben. Darüber wird ihnen in der Regel eine Bankverbindung im Ausland genannt, auf die sie das Geld überweisen sollen. Kunden von Amazon Marketplace sollten keine Bestellung und keine Bezahlung außerhalb der Plattform abwickeln.

Auf Anfrage schreibt Amazon dazu, dass das Unternehmen betrügerische Aktivitäten in keiner Weise dulde: "Sollte ein Produkt einmal nicht ankommen (…) können Kunden den Amazon Kundenservice kontaktieren und die Erstattung des vollen Kaufpreises beantragen."

Was Opfer von Fake Shops tun können

Wer einem Fake Shop auf den Leim gegangen ist, sollte unverzüglich seine Bank informieren und versuchen, die getätigte Zahlung rückgängig zu machen. Auch bei geringen Beträgen sollte man Anzeige bei der Polizei erstatten. Weitere Tipps gibt die Polizei im Ratgeber Internetkriminalität.

Bericht: Ann-Brit Bakkenbüll

Stand: 06.12.2017 22:57 Uhr

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Norddeutscher Rundfunk
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