SENDETERMIN So, 17.02.19 | 17:30 Uhr | Das Erste

Verdrängt, vertuscht, verteufelt

PlayEine Kirche betritt Doris Reisinger nur noch mit gemischten Gefühlen.
Verdrängt, vertuscht, verteufelt | Video verfügbar bis 17.02.2020 | Bild: WDR / good karma productions

Papst Franziskus berät sich vom 21. bis 24. Februar in Rom mit Bischöfen aus aller Welt über den Missbrauch in der katholischen Kirche. Zum ersten Mal findet eine Konferenz zu diesem Thema im Vatikan statt, die Erwartungen an sie sind hoch. Reden ist wichtig, aber wird das reichen?

Jutta Lehnert am Schreibtisch
Jutta Lehnert kämpft für eine feministische Theologie. | Bild: WDR / good karma productions

"Nein!", sagt Jutta Lehnert, Pastoralreferentin in Koblenz, "es geht nur um Machterhalt, nicht wirklich um Aufklärung und Zuwendung." Ehrenamtlich betreut sie Missbrauchsopfer, "weil ja sonst niemand mit ihnen redet."

Die Theologin will eine Erneuerung von unten, weg von der patriarchalen Papstkirche hin zu einer Volkskirche, in der mehr Frauen das Sagen haben.

Öffentlicher Druck kann etwas ändern

'Das Schweigen brechen', lautet das Motto einer Veranstaltung in Rom mit Doris Reisinger.
'Das Schweigen brechen', lautet das Motto einer Veranstaltung in Rom mit Doris Reisinger. | Bild: WDR / good karma productions

Auch Doris Reisinger hat Theologie studiert. Als Ordensfrau fühlte sie sich geistig entmündigt. Und sie wurde von einem Priester vergewaltigt. "Nein sagen ist innerhalb der Kirche sehr schwer, weil Priester auf einen Sockel gestellt werden." Nur öffentlicher Druck werde etwas ändern. Und den baut sie auf, schreibt Bücher, hält Vorträge, gibt Interviews.

"Echtes Leben" begleitet die zwei streitbaren Frauen bei ihrem Kampf für eine andere, bessere Kirche.

Ein Film von Florian von Stetten

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