SENDETERMIN Mo, 18.12.17 | 23:30 Uhr | Das Erste

Geschichte im Ersten: 100 Jahre Ufa

General Ludendorff wollte 1917 mit der UFA einen Propagandakonzern gründen.
General Ludendorff wollte 1917 mit der UFA einen Propagandakonzern gründen. | Bild: SWR/Animation Tina Pfeifer/Nina Obladen

Die Ufa wird 100. Sie ist jünger als Persil und älter als Volkswagen. Die Ufa – un film allemand, wie die Franzosen sagen: ein deutscher Konzern, der Filmgeschichte geschrieben hat. Was macht die Ufa aus, diesen riesigen Tanker, der in so schwere Fahrwasser geraten ist in den letzten 100 Jahren? Die Dokumentation erzählt die Geschichte des größten und ältesten deutschen Filmkonzerns als Unternehmensgeschichte von staatstragender Bedeutung. General Ludendorff nutzt die Ufa, das neue Medium Film, von Anfang an als Propagandainstrument für den deutschen Kaiser.

Nadja Uhl an historischer Stätte im Studio Babelsberg.
Nadja Uhl an historischer Stätte im Studio Babelsberg. | Bild: SWR/Elia Brose

In der Weimarer Republik ist die Ufa dazu da, mit innovativen Werken den deutschen Mythos zu festigen, nationale Filme schaufeln am Grab der Demokratie. Der Tonfilm macht die Ufa erst richtig groß, bevor Goebbels die totale Unterwerfung propagiert. Heute glänzt die Ufa auf dem Studiogelände in Babelsberg vor allem aber mit ihren historischen Hochglanz-Mehrteilern.

Machtkämpfe und Intrigen

Mario Adorf spielt seit 60 Jahren in vielen UFA-Produktionen.

Der Konzern, der sich immer wieder übernimmt, für den die Deutsche Bank, Bosch und die AEG Geld locker machten, wurde mehrfach gerettet vom deutschen Staat. Wohin steuerten die Kapitäne das Schiff, welche Intrigen und Machtkämpfe spielten sich im Maschinenraum des deutschen Films ab?

Claudia Michelsen ist ein Gesicht der neuen UFA.

Der Film betrachtet ein Jahrhundert deutsche Filmgeschichte mit Ausschnitten aus berühmten, aber auch aus vergessenen Filmen, mit aufschlussreichem Archivmaterial und Gesprächen mit früheren Ufa-Stars wie Gunnar Möller (bis zu seinem Tod im Mai 2017 der älteste Ufa-Schauspieler) oder Mario Adorf und jungen Gesichtern wie Tom Schilling, aber auch mit Filmhistorikern und -kritikern.

Ein Film von Sigrid Faltin

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