SENDETERMIN Do., 17.10.19 | 21:45 Uhr | Das Erste

Monitor

PlayLogo der Sendung Monitor
Monitor vom 17.10.2019 | Bild: wdr

Verharmlost und unterschätzt: Rechtsterrorismus und Antisemitismus in Deutschland

Der Terroranschlag von Halle hat gezeigt, dass Rechtsterrorismus und Antisemitismus in Deutschland bis heute massiv unterschätzt werden. Ein Grund: Vor allem ausländerfeindliche Übergriffe und Attentate werden immer wieder als Taten psychisch kranker Einzeltäter bezeichnet. Für wachsenden Antisemitismus werden häufig vor allem muslimische Zuwanderer verantwortlich gemacht. Dabei zeigen Studien seit Jahrzehnten, dass Antisemitismus und Toleranz von Gewalt unter Anhängern rechtsextremer Parteien besonders ausgeprägt sind. Laut Bundeskriminalamt kommen antisemitische Straftäter vor allem aus dem rechtsextremistischen Milieu.

Chronische Unterfinanzierung: Demokratieprojekte stehen vor dem Aus

Nach dem Attentat von Halle betont die Bundesregierung, sie wolle die Demokratie fördern und die Zivilgesellschaft stärken. Aber wie glaubwürdig ist das? Zivilgesellschaftliche Arbeit ist seit Jahren chronisch unterfinanziert. Und das wichtigste Förderprogramm des Bundes wird nun umstrukturiert. Die Folge: Vielen Demokratieprojekten droht das Aus – auch in Ostdeutschland. Immer mehr Engagierte fühlen sich von Politik und Gesellschaft allein gelassen. Abhilfe könnte ein Gesetz bringen, das eine dauerhafte Förderung ermöglicht – doch das kommt seit Jahren nicht.

 Staudammbruch in Brasilien: Die Rolle des TÜV Süd

272 Menschen starben, als im Januar der Staudamm von Brumadinho in Brasilien brach. Was die Tragödie zum Skandal macht: Der TÜV Süd hatte den Damm wenige Monate zuvor noch als stabil zertifiziert. MONITOR-Recherchen zeigen, dass TÜV-Süd-Mitarbeiter sich im Vorfeld allerdings über massive Sicherheitsbedenken austauschten und dass ein Manager aus Deutschland offenbar eine entscheidende Rolle dabei gespielt hat, den Damm trotzdem als stabil zu zertifizieren.

Krieg in Nordsyrien: Kein Waffenembargo gegen die Türkei

Die Bundesregierung verurteilt die massiven türkischen Angriffe auf die Kurden in Nordsyrien mit deutlichen Worten. Vor Kameras hatte der deutsche Außenminister sogar einen Exportstopp für Rüstungsgüter angekündigt. Doch in der EU steht Deutschland auf der Bremse. Gegen den Wunsch anderer Mitgliedstaaten hat sich ausgerechnet das deutsche Außenministerium klar gegen ein Waffenembargo ausgesprochen.  

Sendetermin

Do., 17.10.19 | 21:45 Uhr
Das Erste

Produktion

Westdeutscher Rundfunk
für
DasErste