Die Positionen der Parteien in der Bildungspolitik

CDU und CSU
Die Union will vor allem beim Fachkräftemangel ansetzen: Dazu sollen junge Erwachsene wenn nötig nachqualifiziert werden, ein eigenes Gesetz soll die Einwanderung ausländischer Fachkräfte erleichtern – sie brauchen allerdings einen konkreten Arbeitsplatz. Für den Nachwuchs setzt die Union auf einen Rechtsanspruch auf Betreuung im Grundschulalter. Im Bereich der Forschung sollen die Ausgaben bis zum Jahr 2025 auf 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung Deutschlands steigen. Derzeit liegt der Anteil bei drei Prozent.

SPD
Kostenlose Bildung von der Kita bis zum Master oder Meister – dafür setzt sich die SPD ein. Die Ganztagsbetreuung soll ausgebaut werden. Kinderrechte will die Partei im Grundgesetz verankern und alle politischen Maßnahmen auf Auswirkungen für Jugendliche prüfen. Schon 16-Jährige sollen nach dem Willen der SPD bei der Bundestagswahl mit abstimmen können. Die Sozialdemokraten fordern eine Mindestausbildungsvergütung und wollen das Bafög verbessern.

DIE LINKE
Gleiche Chancen auf und gleicher Zugang zu Bildung, unabhängig von der sozialen Herkunft lautet das Kernversprechen. Konkret: Gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Uni – mehr Personal für Bildung und Erziehung, das BaföG soll aufgestockt, Schulgebäude saniert werden. Außerdem will die Linke Lehr- und Lernmittelfreiheit, kostenlose Verpflegung in Kita und Schule sowie die kostenfreie Beförderung mit Schulbussen.

BÜNDNIS 90/GRÜNE
Die Grünen wollen faire Bildungschancen für alle, unabhängig von der Herkunft. Im Wahlprogramm werben sie deshalb dafür, mindestens sieben Prozent der Wirtschaftsleistung in die Bildungseinrichtungen zu investieren. In den nächsten fünf Jahren wollen die Grünen zehn Milliarden Euro bereitstellen, um 10.000 Schulen fit für die Zukunft zu machen. Für Kitas wollen sie gesetzliche Qualitätsstandards und mehr Erzieherinnen.

FDP
Im Wahlprogramm der FDP steht Bildung an erster Stelle: Das Ziel: die weltbeste Bildung für jeden. Mit mehr Geld, mit Digitalisierung, einheitlichen Standards und einer Garantie, dass kein Unterricht ausfällt. Zwischen Kindergärten, Schulen und Unis wollen die Liberalen mehr Wettbewerb. Dazu soll jedes Kind Bildungsgutscheine erhalten, über die die Bildungseinrichtungen sich finanzieren. Bafög soll elternunabhängig werden. 15 Prozent aller Studierenden sollen leistungsabhängige Stipendien erhalten. Die Unis sollen Studiengebühren erheben dürfen, aber erst nach erfolgreichem Studium und einkommensabhängig.

AfD
Kinder unter drei Jahren sind aus Sicht der AfD bei ihren Eltern am besten aufgehoben. Deshalb will die Partei die elterliche Betreuung finanziell unterstützen. Das differenzierte Schulsystem will die AfD beibehalten, Inklusion lehnt sie ab. Die Bologna-Reformen will die AfD zurückdrehen und Diplom und Magister wieder einführen.

Quelle: MDR aktuell

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